good bye note.

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Manchmal können sich Dinge und Situationen innerhalb eines kurzen Moments ändern. Manchmal ist es schwer, im Voraus zu wissen was für einen das Beste ist, aber dennoch muss man Entscheidungen treffen. Nachdem ich noch Ende letzte Woche eigentlich sehr überzeugt war, ich könne es schaffen, bis zum 1.1. meine Zeit hier in der Türkei zu genießen, so hat sich über das Wochenende eine Überzeugung ausgeprägt, dass ich dieses Auslandssemester möglichst früh beenden muss. Die Kraft, die mir die vorherige Entscheidung gegeben hat reichte nicht aus, schon nach kürzester Zeit war sie aufgebraucht und ich wieder da angekommen wo ich nicht mehr sein wollte. Weiterlesen

homecoming.

Für einen solchen Eintrag ist es ja eigentlich noch ein bisschen zu früh, schließlich liegt noch eine ganze Zeit vor mir, eine Zeit die ich mit unvergesslichen Erinnerungen und unbezahlbaren Erlebnissen füllen möchte. Eine Zeit in der ich viel für die Uni tun werden muss und mich noch vor die eine oder andere Herausforderung stellen wird. Aber eine meiner größten Herausforderungen habe ich in der letzten Woche bekämpfen müssen und zumindest teilweise gewonnen. Weiterlesen

arkadaşlar.

DSC_0027Es ist ein wahnsinnig gutes Gefühl, Freunde zu haben und neue Freunde zu finden. Dass das so ist merkt man, wenn man ein Auslandssemester beginnt. Besonders am Anfang ist man überfordert von den ganzen Menschen die einem begegnen und man ist noch überwältigter von all den Geschichten und Kulturen die auf einen und aufeinander prallen. Da ist es manchmal ziemlich schwer, den Durchblick zu behalten. Umso besser, wenn man schnell Anschluss findet, wenn man Leute findet mit denen man auf einer Wellenlänge ist und mit denen es leichter ist, die Irrungen und Wirrungen einer fremden Kultur zu durchstehen. Weiterlesen

waldwunder.

DSC_0093Es ist schon wieder eine Woche vergangen, seit ich mich zum letzten Mal gemeldet habe. In der Zwischenzeit gab es viel Alltag, aber auch ein besonderes, erwähnenswertes Erlebnis: Meinen ersten Tagesausflug mit meinem Mitbewohner und seinen Freunden. Ein Tag ohne ERASMUS-Freunde ist hier schon eher etwas außergewöhnliches. Das heißt überhaupt nicht, dass ich eine Pause von meinen Freunden brauche, im Gegenteil, ich genieße jeden Moment. Immerhin bin ich nur noch zwei Wochen von der Halbzeit entfernt. An den meisten Tagen kommt es mir vor als würde die Zeit an mir vorbei fliegen. Jetzt hat der Herbst begonnen und verschont uns nicht vor ausgiebigen Regengüssen. Langsam aber sicher sinken die Temperaturen, wahrscheinlich gerade noch pünktlich kommt das lange ersehnte Paket mit meiner Winterjacke an. Aber wer hätte auch gedacht, dass es hier Ende Oktober schon teilweise kälter ist als in Deutschland?! Weiterlesen

geschäfte machen.

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Anders als es der Titel vermuten lässt geht es in diesem Blogeintrag nicht um türkische Toiletten – wobei diese auch mal eine ausführliche Widmung verdient hätten. Es gibt große Unterschiede die ich vor allem zu Beginn meines Aufenthalts in der Türkei schmerzlich ertragen musste. Aber das ist heute ja nicht das Thema. Heute möchte ich nämlich über organisierte Busreisen im Allgemeinen und unseren Trip nach Kappadokien im Speziellen sprechen. Eine Landschaft die leider bei ungünstigem Wetter nur halb so schön ist.

Glücklicherweise hat sich das Wetter uns gegenüber zumindest vormittags immer erkenntlich gezeigt. Und so hat sich uns eine wunderschöne Herbstlandschaft mit begeisternden Steinformationen und Untergrundstädten offenbart.

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sicherheit.

DSC_0039Ich bekomme in den letzten Tagen viele Nachrichten aus der Heimat. Ich wünschte, niemand müsste sich um meine Sicherheit sorgen und eigentlich ist das auch wirklich nicht notwendig, aber ich verstehe natürlich, dass es schwieriger ist, nur auf der Basis von Medienberichten und aus einer großen Entfernung die Lage einzuschätzen. Ich kann hier sicherlich auch nicht jede Strömung und alle möglichen Gefahren einhundertprozentig richtig bewerten. Aber bei einem könnt ihr euch sicher sein: Ich versuche, mich aus allem rauszuhalten aus dem ich mich raushalten kann. Nicht, weil ich keine Meinung dazu habe, wobei ich ganz ehrlich sagen muss, dass es schwerer zu überblicken ist, was thematisiert wird, als es die Medien Glauben machen, sondern weil ich mich in keine ungewisse Gefahr bringen möchte. Selbst friedliche Demonstrationen in Form von Sitz- und Hungerstreiks können gewaltsam von der Polizei aufgelöst werden.

Man kann sich aber trotzdem von jeglichen Demonstrationen relativ gut fern halten. So gut, wie es eben geht, wenn man im Stadtzentrum lebt und somit die Proteste teilweise unmittelbar vor der Haustür hat. Die Auswirkungen von Tränengas gibt es da inklusive. Mittlerweile habe ich aber herausgefunden, dass die Polizei eigentlich immer recht schnell spitz bekommt, wann wo etwas stattfindet. Da sie sich rechtzeitig mit Wasserwerfern und Tränengaskanonen vorbereitet kann man sehr gut abschätzen, ob es sicher ist, sich zu bewegen. Davon abgesehen habe ich seit Ende der letzten Woche keine gewaltsamen Proteste mehr erlebt, die Lage scheint sich also zumindest oberflächlich etwas zu entspannen. Aber keine Sorge, ich werde mich dennoch aufmerksam durch die Stadt bewegen!DSC_0344

Was gibt es sonst noch zu dem Thema zu sagen?

Ich bin mittlerweile bei der deutschen Botschaft hier in Ankara registriert. Dort ist also bekannt, dass ich mich in Ankara befinde und ich werde regelmäßig eine Bestätigungsmail erhalten, ob ich mich noch hier befinde. Das heißt, wenn die Lage zu gefährlich werden könnte, dann werde ich informiert und mich in ein Flugzeug setzen. Ich bin froh, dass ich das kann, hoffe aber, dass ich hier bleiben kann. Denn abseits von Protesten und Konflikten lebe ich in einem wahnsinnig schönen Land mit unfassbar netten Menschen!

Und da ich gemäß einem bekannten Sprichwort nicht rosten möchte werde ich nicht rasten sondern das kommende Wochenende in Kappadokien verbringen. Dies ist dann wieder eine organisierte Reise mit anderen ERASMUS-Studenten, diesmal mit mehr Kultur als in Olympos.

ein großes abenteuer.

Ich wusste nicht, dass das Reisen mit acht Personen so anstrengend sein kann. Eigentlich wird es dem wunderschönen Wochenende nicht gerecht, mit diesem Satz zu beginnen und dennoch hat diese Anstrengung uns alle das Wochenende über begleitet. Besonders das Essen hat regelmäßig zu nervenaufreibenden Diskussionen geführt. Wie aber schon gesagt, war diese Reise viel mehr als der Stress. Zu allererst war sie nämlich ein großes Abenteuer mit super tollen Menschen. Begonnen haben wir unseren Trip an einer Autovermietung, zwei Autos sollten der Wegbegleiter und -bereiter für eine Fahrt von über 500 Kilometer sein. Die vorher erlebten drei Wochen haben uns den Verkehr ein bisschen kennen lernen lassen, wenn man hinter dem Steuer sitzt sieht die Welt aber nochmal ganz anders aus. Daher haben wir uns entschieden, über Nacht zu fahren. Da wir pro Auto drei Fahrer hatten, gab es auch keine Komplikationen mit der Müdigkeit. Und so kamen wir nach acht Stunden Fahrt in einem Ort bei Izmir an.

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